Wir arbeiten nach dem Situationsorientierten Ansatz.

 Grundlegende Prinzipien sind:

  • Mitsprache der Kinder
  • Wertschätzung und Achtung der individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder

 

Unsere pädagogische Arbeit sieht den Menschen ganzheitlich und sinnorientiert.

Wir lernen nicht nur mit dem Kopf. Das, was wir begreifen wollen, müssen wir von klein auf begreifen: mit unseren Händen, mit dem ganzen Körper. Unsere pädagogische Arbeit hat zum Ziel den Kindern vielfältige Möglichkeiten zu bieten: mit allen Sinnen die Welt zu begreifen, mit Freude zu forschen und zu entdecken. Eigene und konkrete Erfahrungen zu machen, hirngerecht zu lernen und vernetzt zu denken. Ganzheitlich Lernen bedeutet für uns auch, dass die Kinder bei uns: Bewegung erfahren, ins Gleichgewicht mit sich und der Umwelt gelangen, wir ihnen dazu geeignete Bewegungsfreiräume schaffen, um Raum und Zeit bewegt erfahren zu können. Die Kinder in unserer Einrichtung auch Partnerschaft, Eigen- und Mitverantwortung entwickeln, also mit Kopf, Herz und Hand lernen können. Wir verstehen Lernen als einen ganzheitlichen Reifungsprozess von Geist, Körper und Psyche, als ein sich ständig entwickelndes Zusammenspiel von Sinneswahrnehmungen, Denkleistungen, Bewegungsabläufen und Gefühlen.

„Der Mensch vermag gar manches durch zweckmäßigen Gebrauch einzelner Kräfte, er vermag das Außerordentliche durch Verbindung mehrerer Fähigkeiten. Aber das Einzige, ganz, ganz Unerwartete leistet er nur, wenn sich die sämtlichen Eigenschaften gleichmäßig in ihm vereinigen.“ (Goethe)

 

Unser Kindergarten ist ein Ort der Geborgenheit

Durch behutsame Eingewöhnung und konsequentes Verhalten wollen wir zu den einzelnen Kindern ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Unser geregelter Tagesablauf und der liebevolle Umgang ermöglichen es den Kindern das Gruppengeschehen mitzuerleben, um dann aktiv daran teilzunehmen, Selbständigkeit zu entwickeln und ein Teil der Gruppe zu werden.

Gleichzeitig werden auch Grundregeln des Zusammenlebens in der Gruppe sowie Normen und Werte vermittelt. In den Familiengruppen möchten wir den Kindern das Gefühl von Geborgenheit geben. Es sollen soziale Kontakte innerhalb der Gruppe und des gesamten Kindergartens angebahnt werden. Deshalb arbeiten wir auch gruppenübergreifend. Im Eingangsbereich, der gemeinsam mit den Kindern immer wieder neu gestaltet wird und zum gemeinsamen Spiel anregt, können die Kinder unserer beiden Gruppen gemeinsam spielen. Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist unser Aktivraum, in dem sich die Kinder treffen und die Möglichkeit haben , gemeinsam zu spielen, zu toben, zu träumen, Musik zu hören und zu tanzen, sich einfach von der Gruppe zurückzuziehen und unbeobachtet selbst bestimmt zu spielen. Ebenso lädt unser großer Turnraum zu vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten ein.

 

Unser Kindergarten ist ein Ort der Begegnung

Ein Miteinander von Kindern und Erwachsenen, ein Zusammentreffen der Generationen.
So finden regelmäßig Großelternnachmittage im Kindergarten statt, gemeinsam wird gespielt, erzählt und die Enkel haben auch die Möglichkeit kleine Aufführungen wie z.B. eine Zirkusvorstellung als Höhepunkt eines Projektes zu gestalten.
Jedes Jahr im Herbst sind alle Familien zum gemeinsamen Kindergartenfest eingeladen. Alle Kinder gestalten mit und die Elternschaft trägt gemeinsam zum Gelingen bei. Auch unser Schatzkisten – Martinsumzug ist in jedem Jahr eine schöne Tradition für Kinder, Eltern und Familien. Weiter laden Elternabende, Elternnachmitte, Bastelabende im Frühjahr und Herbst und viele weitere Aktivitäten zu denen natürlich auch die Arbeitseinsätze der Eltern gehören zu vielen Begegnungen ein.

 

Unser Kindergarten ist ein Ort der Bewegung

Um die geistige Entwicklung der Kinder zu unterstützen und die motorischen und damit auch sprachlichen Fähigkeiten zu verfeinern, bieten wir ihnen viele Gelegenheiten, Zeit und Räumlichkeiten mit entsprechender Ausstattung zur Bewegung an. Unser Kindergarten ist mit einem großen Bällebad, einer Bewegungsbaustelle, einem speziellen Aktivraum und einer Turnhalle mit viel Bewegungsmaterialien ausgestattet. Wir unterstützen den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder sowohl im Freispiel, wie auch durch gezielte Angebote. Unser großzügiges Außengelände ausgestattet mit natürlichem Bachlauf, unterschiedlichen Spielbereichen mit Schaukelanlage, Kletterstangen, Kletternetz, Wackelbrücke, Rutsche, Balancierbalken, Lokomotive, Sandlandschaft, Bäumen, Spielhäusern mit Podesten zum Klettern, Abseilen, Hochziehen und Verstecken lädt zu vielen Aktivitäten ein. Ein großes Waldgebiet in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten ist regelmäßig das Ziel für weitere Natur- und Bewegungserfahrungen. Auch Exkursionen zur Kletterwand ins nahe gelegene städt. Gymnasium für unsere Schulanfänger gehören bei uns dazu. Neben dem Turnen auf Gruppenebene, wird jede Woche ein zusätzlicher Turnnachmittag für alle Kinder und unterschiedliche Interessengruppen mit Inhalten zur Bewegung wie z.B. Tanz und Entspannung angeboten.

Ich bin was ich kann.

 

Unser Kindergarten als Ort der Entwicklung

Alles braucht seine Zeit.

Wir bieten ihren Kindern die nötigen Freiräume mit viel Zeit, sich selbst zu entwickeln, um es dann darüber hinaus ganz individuell durch Forderung zu fördern, seine Entwicklung beobachten um seine weitere Entwicklung zu ermöglichen und zu begleiten.

 

Unser Kindergarten als Ort des Erlebens und der Sinne

Das Auge schläft, bis der Geist es mit einer Frage weckt.

Wirklich verstehen kann ein Kind nur das, was es auch erlebt und wahrnimmt, denn Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess bei dem sich durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Fühlen die geistigen Fähigkeiten des Kindes entwickeln.

 

Unser Kindergarten als Ort der Aktivität

Die Vielfalt der Räume als zusätzlicher Erzieher!

In einer vorbereiteten Umgebung und Atmosphäre, kann das Kind bei uns seinen jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend aktiv und kreativ werden, wobei es durch gezielte und herausfordernde Angebote und Projekte, die immer über mehrere Monate angeboten werden – mit viel Raum für Neugierverhalten und Experimentierdrang – in seiner Entwicklung unterstützt und begleitet wird.

 

Unser Kindergarten als Ort der Sprache und der Mitbestimmung

Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann

Kinder wachsen zunehmend in einer stark verbreiteten Bildkultur auf, bedingt durch den zunehmenden Fernseh- und Videokonsum, bei der Sprache immer mehr verkümmert.

Mit Hilfe von Sprache können Kontakte geknüpft werden, Beziehungen aufrechterhalten und vertieft werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder die sich sprachlich gut ausdrücken können, weniger Probleme haben, Kontakte zu knüpfen. Sprache ist von großer Bedeutung für den sozialen Bereich. Kinder werden durch die zunehmende Sprachentwicklung selbständiger und selbstsicherer. Das Kind ist immer mehr in der Lage seine Bedürfnisse und Gefühle zu äußern.

Um aber Sprache zu entfalten und Denkprozesse weiter anzuregen, fördern wir u. a. die Freude am Bilderbuch, das Erlernen von kleinen Reimen, Versen, Wortspielen, Fingerspielen, Liedgut usw..

Uns ist es wichtig, einander zuzuhören und miteinander zu reden oder uns einfach „nur“ zu unterhalten.

Kinder sind schon sehr früh durchaus in der Lage, und sie haben auch das Recht dazu, über Angelegenheiten, die sie betreffen, mitzureden und mit zu entscheiden. Das geschieht bei uns z.B. in Kinderkonferenzen, beim gemeinsamen Erstellen von Regeln, im täglichen Dialog, durch Selbstgestaltung ihres Alltags.

Sie erleben sich dabei als Handelnde und welche Wirkung ihr Handeln hat. Sie erfahren dabei Mut und Zuversicht und lernen, Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen.

 

Unser Kindergarten als Ort der Integration

Gemeinsam Leben ist das Ziel, gemeinsam Lernen eine notwendige Vorraussetzung.

Behinderte und nicht behinderte Kinder leben und lernen bei uns gemeinsam. Für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen schaffen wir bewusst keine künstlichen Fördersituationen, sondern wir fördern sie, indem wir sie in alle Bereiche des Kindergartenlebens einbeziehen. Was wir machen, machen wir grundsätzlich mit allen Kindern, die dieses wollen. Wir gehen dabei auf jedes Kind individuell ein, um es weder zu unter- noch zu überfordern. Wir orientieren uns an den Interessen, Vorlieben, Fähigkeiten und Stärken der Kinder.

Unsere integrationspädagogische Arbeit für Kinder mit besonderem Förderbedarf ist so gestaltet, dass sie für die Kinder Motivationscharakter hat. Ein Schwerpunkt liegt hier in der Gestaltung des Alltags, an dem alle nach ihren Möglichkeiten teilhaben sollen. Integration ist für uns kein einseitiger, sondern ein wechselseitiger Lern- und Erfahrungsprozess für alle Beteiligten – Kinder, Eltern und Erzieherinnen. Um eine gute Integrationsarbeit für die, uns anvertrauten Kinder, leisten zu können, setzen wir voraus, dass die Eltern bereit sind mit uns zusammenzuarbeiten. Intensive Beobachtung der Kinder und ein Austausch aller Mitarbeiterinnen unseres Kindergartens ist Grundlage für unsere Arbeit. Wir stehen den Eltern begleitend, unterstützend und beratend zur Seite. Unser Kontakt zu und die Weiterleitung der Eltern an spezielle Beratungsstellen und Therapeuten ist selbstverständlich. Unser Kindergarten arbeitet mit dem kath. Jugend- und Familiendienst „AufWind“(Frühförderung) und den örtlichen Logopäden, Ergotherapeuten und Motopäden zusammen.

Innerhalb unseres Teams, das gruppenübergreifend zusammenarbeitet, sind regelmäßige Fallbesprechungen selbstverständlich. In unserem Team arbeiten Erzieherinnen mit einem Studium zur Bewegungspädagogin, mit Übungsleiterscheinen im Breitensport und für Entspannungstraining. Fortbildungen im Bereich der psychosomatischen Bewegungsförderung, sowie Seminare zu den Themen Wahrnehmungsstörungen und Lernstörungen erkennen, einordnen und entsprechende Förderung im Elementarbereich, sind absolviert worden. Es wurden auch Fortbildungen zu den Themen Psychomotorik, Motodiagnostik von sensorischen Integrationsstörungen, Sprachförderung absolviert. Erfahrungen im Therapiebereich mit wahrnehmungsgestörten Menschen sind bei einer Mitarbeiterin mit Fortbildungen nach Bobath und Affolter vorhanden. Aus allen Bereichen sind Erfahrungen intern an alle Mitarbeiterinnen weitergegeben worden. Unser Leitsatz: „Wir sind in Bewegung.“ Setzt voraus, dass wir offen und bereit sind, immer wieder gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln und zu lernen.

 

Integration umfasst auch die gleichberechtigte Einbindung von ausländischen Mitbürgern in unsere Kindergartengemeinschaft

Die soziale Eingliederung wird unterstützt durch den Aufbau von Kontakten und Freundschaften von Erwachsenen und Kindern. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen Ängste und Hemmungen zu überwinden. Berührungsängste und Vorurteile, die die Kinder mitbringen, werden bei uns gemeinsam besprochen und verarbeitet. Dabei nutzen wir den Entdeckungs- und Abenteuergeist der Kinder um sie an fremde Kulturen heranzuführen und sie mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten vertraut zu machen.

 

Unser Kindergarten als Ort der Bildung

„Bildung? Mach ich selbst! Neugierig und aktiv bin ich von Anfang an. Ihr müsst mich nur lassen.“

Der Selbstbildungsprozess der Kinder verlangt eine bewusste Begleitung durch uns Erwachsene. Dieses fördert die seelische, geistige, soziale und motorische Entwicklung des Kindes.

  • Wir unterstützen kindlichen Tatendrang

  • Wir wecken Neugierde

  • Wir bieten Möglichkeiten und Raum zum Forschen und Entdecken

  • Wir bieten eine Vielfalt an Bewegungsangeboten

  • Wir bieten viele Umwelt-, Sach-, und Naturbegegnungen

  • Wir ermöglichen eigene Erfahrungen der Kinder

  • Wir fördern die Eigeninitiative

  • Wir lassen Vorbilder wirken

  • Wir regen soziales Verhalten an

  • Wir machen Emotionen erlebbar

  • Wir geben musisch-ästhetischen Interessen Raum

  • Wir unterstützen den Wissensdrang ihrer Kinder

  • Wir fördern ihre Kinder individuell.

 

Neben den obigen Zielen ist die Hinführung zur Schulfähigkeit für uns ein weiterer Schwerpunkt. Einmal pro Woche findet im letzten Kindergartenjahr ein spezieller Schulkindernachmittag statt. Ein umfangreiches Angebot an Exkursionen in Natur (Wald, Sportplatz), kulturelle Umwelt (Rathaus, Kirchen, Grundschule, Polizei, Feuerwehr, Museum, Handwerksbetriebe, Geschäfte usw. runden unser Angebot ab.

Wir legen zu Beginn der Kindergartenzeit für jedes Kind einen Ordner mit seiner Bildungsgeschichte an. Hier werden die Lerngeschichten der einzelnen Kinder individuell dokumentiert. In der Bildungsdokumentation werden Photos von den Kindern zu unterschiedlichen Anlässen und mit besonders aussagekräftigen Inhalten gesammelt. Es sind dort auch Kinderzeichnungen zu unterschiedlichen Themen, in den verschiedenen Altersstufen zu finden. Auch besondere Begebenheiten, Aussprüche der Kinder, Erinnerungen an Gespräche, Freunde und Vorlieben des Kindes werden gesammelt.

Grundlage der Bildungsdokumentation für jedes Kind sind regelmäßige Beobachtungen der Kinder während der gesamten Kindergartenzeit. Die Beobachtungen werden schriftlich dokumentiert und sind auch Grundlage für die Elterngespräche, sowie unsere pädagogische Arbeit und die Förderschwerpunkte der einzelnen Kinder. Wir gehen dabei von den Fähigkeiten und Stärken der einzelnen Kinder aus. Gemeinsam erfassen wir durch gezielte Beobachtungen den Entwicklungsstand des Kindes. Wir unterstützen und geben bei Auffälligkeiten entsprechende Hilfen und weisen die Eltern auf spezielle Fördermöglichkeiten durch Fachkräfte hin. Die Haupttätigkeit des Vorschulkindes bleibt nach wie vor das Spiel. Hier können Charakterstärken wie Kreativität, Ausdauer, Fantasie oder Erfindungsgeist behutsam geprägt werden, und die Kinder setzen sich in spielerischer Weise mit der Umwelt auseinander.